Donner Hagel Blitz und Wetter Spielt auf meine Scheitel zu Findt sich doch kein ander Retter Der mich setzen mag in Ruh.
Donner Hagel Blitz und Wetter Schmeist den Geist nur in die Grufft Auf ihr schwartzen Höllen Götter Holet mich in eure Klufft.
Mein Gemühte ist verwirret. Die Gedancken sind verstöhrt Mein Geist in der Noht verirret Meine Freude ist verzehrt.
Mein Gemühte ist verwirret Lauter Angst erfüll’t die Brust Und das Pein-Gespenste schwirret Mit den Fesseln durch die Lust.
Meine Pein wird täglich grösser Und mein Unglück wird vermehrt Wo sind doch die Hoffnungs-Schlösser? Jhre Lust ist nun verstöhrt
Meine Pein wird täglich grösser Mein Schmertz findt kein Ende nicht Mir wird auch nicht eher besser Bis der Tod das Hertze bricht.
Drum ihr Holet mich ins schwartze Grab Komm’o Tod du starcker Meister Kürtze meinen Jammer ab.
Drum ihr Bringet meinen Geist zur Ruh Mein Verhängniß wird sonst dreister Und mein Unglück nimmt noch zu.
Falsche Liebe deine Netze Ziehen ins Verderben ein Und Müssen meine Henckers seyn.
Falsche Liebe deine Netze Sind der Ursprung meiner Quaal Und des Busens Zauber-Plätze Leiten mich in
Aber ach! ihr bleibt zurücke Geister Furien und Blitz Drum mein Geist den Dolchen zücke Und den Lebens-Safft versprütz’.
Aber ach! ihr bleibt zurücke Längst erwünschte Lust und Ruh Jhr beweißt auch falsche Tücke Meine Noht nimmt durch euch zu.
So Eure Schönheit tödtet mich Ob ich mich gleich selbst verderbe Durch den kalten Dolchen-Stich.
So Seht mein letztes Röcheln an Wenn ich Bey-Leyd denn ererbe Ist mein Sterben wohlgethan.
Recht nun dringt die scharffe Schneide Durch die Adern in die Brust. Auf mein Geist auf! auf und scheide Durch die Wunde fort mit Lust.
Recht nun dringt die scharffe Schneide In den Brunn der Adern ein Seht Webet euer Grausahm-seyn.
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