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1675–1771

Er verlanget nach der Nacht.

Johann Georg Gressel

Brich doch an du dunckles Wesen! Eile fort du schwartze Nacht! Die mich vor sich auserlesen Ist auf meine Lust bedacht.

Jhr Lichter an den Himmels-Bühnen Solt uns zu Hochzeits-Fackeln dienen. Schwärtzet euch ihr hellen Lüffte Zieht den weissen Schimmer ein

Scharrt uns in die Feder Grüffte Und last uns verknüpffet seyn Macht machet daß mit Kuß und Drücken Die Geister sich gar bald erquicken.

Schauet wie Die ein irrdisch Eden sind Sich erheben durch die Lüste So uns

Ach! lasset doch eur Licht verschwinden Ich kan mein Glück im Finstern finden. Hört das Seuffzen so wir senden Last uns nicht vergebens flehn

Laßt den langen Tag sich enden Und die Sonne untergehn Ach flieh’ doch Tag! eilt fort ihr Schatten Ich will mich mit

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Er verlanget nach der Nacht. · Johann Georg Gressel · Poetry Cove