Unter tausend Säbel blitzen
Schläffet doch die Liebe nicht
Sie weis sich sowol zu schützen
Daß ihr gar kein Leid geschicht.
Den so ihren Fahnen schwören
Kan sie gleiches Heyl gewehren.
Selbst ihr Wesen gleicht dem Kriege
Bald hat Lust die Ober-Hand
Bald hat Schmertz die süssen Siege
Und die Anmuth umgewandt.
Doch wer ist beständig blieben
Kriegt die Krone in dem Lieben.
Wer beständig bleibt im Hoffen
Und im Lieben trotzt der Zeit
Dem steht
Und das Haus der Lieblichkeit
Wo er auf der Liebsten Brüste
Schmeckt die süssen Himmels-Lüste.
Schönster Gegen-Stand der Seelen
Fasse dich nur in Gedult;
Mein Abwesen macht dein Quählen
Und das Schicksahl hat die Schuld
Das dich bald in Freude setzen
Und dich wird durch mich ergötzen.