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1675–1771

Er verlanget gleichfals bey ihr zu seyn.

Johann Georg Gressel

Unter tausend Säbel blitzen Schläffet doch die Liebe nicht Sie weis sich sowol zu schützen Daß ihr gar kein Leid geschicht.

Den so ihren Fahnen schwören Kan sie gleiches Heyl gewehren. Selbst ihr Wesen gleicht dem Kriege Bald hat Lust die Ober-Hand

Bald hat Schmertz die süssen Siege Und die Anmuth umgewandt. Doch wer ist beständig blieben Kriegt die Krone in dem Lieben.

Wer beständig bleibt im Hoffen Und im Lieben trotzt der Zeit Dem steht Und das Haus der Lieblichkeit

Wo er auf der Liebsten Brüste Schmeckt die süssen Himmels-Lüste. Schönster Gegen-Stand der Seelen Fasse dich nur in Gedult;

Mein Abwesen macht dein Quählen Und das Schicksahl hat die Schuld Das dich bald in Freude setzen Und dich wird durch mich ergötzen.

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