Skip to content
1675–1771

Er preiset sein Glück.

Johann Georg Gressel

So kan ich nun Holdselige Auf deiner Liljen Bühne Der zarten Brüste ruhn.

Es machet mir die Lust Auf deiner Schwaanen-Brust Ein sanfftes Rosen-Bette Die Ballen prangen nette

Und machen ihre Freude kund Wenn mein erhitzter Mund Den schönen Ort beküßt. Sie springen in die Höhe

Wie ein erfreutes Rehe Das aus dem Netz entgangen ist. Auf diesen Liljen-Auen Sieht man nur

Der meiner Seelen schmeckt Als wie ein köstliches Ich bin im Paradies Und kan mein güldnes Vließ

In deinen Mein liebster Engel finden. Nichts ist die Garten-Pracht Die

Vor dieser Brust Vergehet deren Lust. Es zeiget zwar nur Schnee Die Alabaster Höh

Doch prächtige Mit Liljen untermischt hier bey Die schöne Wüsteney Und das

Der allerschönsten Brüste Hegt rechte Himmels-Lüste. Das Eyß-beseelte Werck Und der beschneete Berg

Hat unschätzbahre Schätze Sie sind der Wollust Lager-Plätze. Es weicht das Sie sind bekrönet mit Corallen.

Cleopatra mag nur mit ihren Perlen prangen Ich kan an solchen hangen Die mehr als ihre schöne sind. Rubinen und

Die müssen diese Perlen zieren Die man auf deinen Brüsten findt. Die Wollust selbst kan nicht vergnügter ruhn Als wie ich nun

Annehmliche Auf dieser Liljen-Bühne. Ich lieg im Und diese macht mir bloß

Die wunder-schönen Gaben So Hertz und Sinnen laben. Der Wollust-Zucker quilt aus diesen Ballen Cupido nehret sich mit dem Erquickungs-Safft

So ihm dein Busen schafft Aus den Corallen. Dir sind die Brust-Granaten Belline wohlgerahten.

Cupido läst die Brust der gütigen Dionen Und will mit mir in deinem Busen wohnen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Er preiset sein Glück. · Johann Georg Gressel · Poetry Cove