Jhr Auen Bäch und Büsche
Du stiller Felder-Ruh
Und auch ihr stummen Fische
Hört meine Freude zu.
Ich saß vor wenig Tagen
Bey meiner
Und was ich nur mucht fragen
War alles bey ihr Ja.
Ich sprach: Mein Kind von Hertzen
Verehr’ ich eure Pracht
So lang die Sternen schertzen
Am Himmel bey der Nacht.
Ja in der letzten Stunde
Die Leib und Seele trennt
Ob schon mit schwachem Munde
Werdt ihr mein Licht genennt.
Drauf schloß sie mich gebunden
In ihre Arme ein
Ach! daß der süssen Stunden
Noch tausend möchten seyn.
Und mit verliebten Blicken
Sah sie mich freundlich an
Ein sanfftes Hände drücken
Wurd’ auch hinzugethan.
Bis endlich meine Schöne
Die Worte bracht herfür
Mein Liebster ach ich sehne
Mich immerfort nach dir.
Ich stelle dir das Küssen
Und beste Lieben frey
Doch keiner soll es wissen
Daß ich dein eigen sey.
Wir sassen voller Freuden
In dem gebückten Klee
Entfernt von allen Leiden
Von Kummer Furcht und Weh.
Jhr Mund lag auf dem meinen
Von ihr selbst angelegt
Und ihre Brust ließ scheinen
Was sie verborgen trägt.
Zwo schöne
Die quollen in die Höh
Es wuchsen auf Corallen
In Flammen und im Schnee.
Es daurte unser Freude
Bis in die spähte Nacht
Worauf wir alle beyde
Uns auf dem Weg gemacht.
Dis wil ich euch vertrauen
Jhr Felder weit und breit
Jhr aber müsset schauen
Daß ihr verschwiegen seyd.
Drum sag’ ich mein Verüben
Den stummen Felsen an
Die beste Kunst im Lieben
Ist daß man schweigen kan.