Soll ich ein Ball
Des falschen Glückes seyn?
Der bald erhöht zur blauen Höhe steiget
Bald zu der Grufft der Höllen sich hin neiget.
O herbe Quaal!
Die
Soll ich ein Ball
Des falschen Glückes seyn?
Ich muß verbannt
Von meiner schönen leben:
Da ander bey dem Wollust-Strand
In reichen Freuden schweben:
Wenn ander in der Lust
Auf Zucker-Rosen gehn
So muß ich in dem Wust
Der scharffen Dornen stehn.
Gedult mein Geist!
Laß nur den Himmel sorgen.
Nach langer Nacht geht auf
Der offt erwünschte Morgen;
Das Schiff beschliest den Lauff
Wenn sich der Haven weist.
Gedult mein Geist!
Laß nur den Himmel sorgen.
So wirst du auch
Nach langen Quählen
Die frohe Stunde zählen
Da nach der Liebe Brauch
Die Galle wird versüßt
Wenn dich dein Leben küßt.
Drum bleib getreu
Trotz’ aller Winde Rasen
Laß keine Gleißnerey
In deine Seegel blasen:
So wird das falsche Glück
Beschämet seiner Tück
Der treuen Liebe weichen
Und du den Port erreichen.
Drum bleib getreu
Trotz’ aller Winde Rasen.