Ich will üben
Stilles Liben
Stilles Lieben bringet Lust.
Ob es ander gleich nicht wissen
Wie ich muß mein Schätzgen küssen
Ists doch mir und ihr bewust.
Süsses Leben
Kan sie geben
Wenn sie ihre Brüste reicht
Dieser schönen Wunder-Ballen
Blähen und auch niederfallen
Einem
Jhr Umschliessen
Läst geniessen
Ambrosin und Nectar-Safft
Jhres Schoosses Lieblichkeiten
Tausend Anmuth zu bereiten
Mit vernenter Lebens-Krafft.
Doch die Sachen
Muß ich machen
Fein geheim und in der Still’
In der Stille darf ich küssen
Und der Brust und Schooß geniessen
So offt als ich kan und will.
Wer nun Lieben
So will üben
Der küßt recht erwünschte Ruh.
Es wird vor die Liebes-Wunden
Die verlangte Hülff’ gefunden
Geht es nur fein stille zu.