Verdammte Eyfersucht du Hencker meiner Seelen
Was plagst du mich so sehr? halt ein mit deinen Quälen
Du Bild des herben Tods du Gallen-schwanger Frucht
Was plagst du mich so sehr verdammte Eyfersucht?
Aus
Die Frucht der süßten Blüth’ ist Höllisches Betrüben
Wie! daß dein Schlangen-Maul mir Geist und Hertze trifft?
Verdammte Eyfersucht aus
Du Kind der düstern Nacht du Vorschmack von der Höllen
Dein
Du Mord Geist dessen Quaal mich rasend hat gemacht
Aus
Du Hencker süsser Huld du Blend-Werck meiner Augen
Das mir aus Rosen läßt
Und meinem Hertzen raubt so Hoffnung als Gedult
Du Kind der düstern Nacht du Hencker süsser Huld.
Vermaledeyte Wuht du Folter-Banck der Sinnen
Soll ich einst über dich die Ober-Hand gewinnen
Und werd’ ich ruhig seyn wenn fliest des Feindes Blut?
Du Hencker süsser Huld vermaledeyte Wuth!
Die meiste Quaal ist hin wenn sich mein Muth gerochen
Denn folgt das Oster-Fest auf meine Marter-Wochen
Und ich bin schon vergnügt wenn ich gerochen bin
Vermaledeyte Wuth! so ist die Quaal meist hin.