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1675–1771

Er ist Eyfersüchtig.

Johann Georg Gressel

Verdammte Eyfersucht du Hencker meiner Seelen Was plagst du mich so sehr? halt ein mit deinen Quälen Du Bild des herben Tods du Gallen-schwanger Frucht Was plagst du mich so sehr verdammte Eyfersucht?

Aus Die Frucht der süßten Blüth’ ist Höllisches Betrüben Wie! daß dein Schlangen-Maul mir Geist und Hertze trifft? Verdammte Eyfersucht aus

Du Kind der düstern Nacht du Vorschmack von der Höllen Dein Du Mord Geist dessen Quaal mich rasend hat gemacht Aus

Du Hencker süsser Huld du Blend-Werck meiner Augen Das mir aus Rosen läßt Und meinem Hertzen raubt so Hoffnung als Gedult Du Kind der düstern Nacht du Hencker süsser Huld.

Vermaledeyte Wuht du Folter-Banck der Sinnen Soll ich einst über dich die Ober-Hand gewinnen Und werd’ ich ruhig seyn wenn fliest des Feindes Blut? Du Hencker süsser Huld vermaledeyte Wuth!

Die meiste Quaal ist hin wenn sich mein Muth gerochen Denn folgt das Oster-Fest auf meine Marter-Wochen Und ich bin schon vergnügt wenn ich gerochen bin Vermaledeyte Wuth! so ist die Quaal meist hin.

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