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1675–1771

Er gratuli ret seinen Freund zu der Versöhnung.

Johann Georg Gressel

So muß dich werther Freund nach dunckeln Finsternissen Ein helles Gnaden-Licht mit seinen Strahlen küssen Es ändert sich die Zeit und läst nach Angst und Pein Dennoch ein holdes Glück das beste Labsahl seyn.

Hast du schon eine Zeit Jetzt wird die Sonne dich so zu bestrahlen wissen Daß der Dir künfftig heissen wird. Der Sturm hört auf zu dreun.

Lust und Vergnügen sucht mit Anmuth dich zu krönen Und den gehabten Schmertz durch Freude auszusöhnen Die Liebe ist bemüht mit ihrem zarten Kleinen Nach ausgestandner Prob’ nach Schmertzen und nach Weinen

Mit aller Lieblichkeit die Unlust zu versüssen Die dein getreues Hertz von ihnen leiden müssen.

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