Skip to content
1675–1771

Er entsaget der Liebe.

Johann Georg Gressel

Du schwacher Liebes-Gott wo sind nun deine Banden? Mein Hertz und Sinn Hat seine Freyheit funden. Du solt annoch an mir erstreiten Schimpff und Schanden

Weil ich nun bin Von Ketten loß gebunden Verlach’ ich den Zunder und Plunder der Liebe Vermeide die schönen

Sieh hier mein Hertze ist gantz loß von deinen Ketten Das willig hat Von dir sich fangen lassen. Man kan sich gleichwol noch aus deinen Banden retten

Wenn in der That Man will die Fesseln hassen So deine verschmitzete Schwäncke uns geben Verkürtzen und würtzen das edelste Leben.

Und also lieffert dir die Freyheit jetzt Mit vollem Glück Sucht sie dich zu besiegen Du solt wol tausendmahl mit ihr dich wieder balgen

Eh deine Tück Sie werden unter kriegen. Ich trotze und schelte nun billig die Ketten Wovon sich sonst trauet leicht keiner zu retten.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Er entsaget der Liebe. · Johann Georg Gressel · Poetry Cove