Blondine deine Pracht
Hat mich verliebt gemacht;
Mein Hertz muß dir zu einem Opffer brennen
Doch darf ich nicht die Seelen-Wunde nennen;
Ich soll dich nicht
Du schönstes Licht
Zu meinem Trost und froher Hülffe kennen.
Allzeit bin ich betrübt
Und ohne Trost verliebt
Ich darf dich nur mein Licht von ferne schauen
Und nicht dem Artzt die Kranckheit anvertrauen
Die innre Noht
Der Seelen Tod
Will mir aus Gram schon mein Gräbniß bauen
Wenn soll erboßtes Glück
Sich ändern dein Geschick?
Wenn wird vor Gram einst stoltze Freude blühen
Und nach der Nacht der rohte Morgen glühen?
Daß ich mit Lust
Kan aus der Brust
Den süssen Safft der Zucker Küsse ziehen.
Doch stoltze Freude fort
Hier ist kein Anmuhts-Port
Ich muß mein Licht nur in Gedancken küssen
Und nichts von Lust und wahrer Freude wissen;
Bis daß der Schmertz
Zerbricht mein Hertz
Und nach der Pein mein Leben macht beschliessen.