Ich stell mich Silvia, daß ich die Zahlung sey
Weil meine Armuth dir sonst nichtes bieten kan
Mein Unvermögen zündt nur schlechte Kräuter an
Es schenckt
Statt rarer Specerey und reinen Weyrauchs-Flammen
Dis Opffer wirst du nicht
Weil es ein treuer Knecht auf deinem Altar streut
Der sich mit Leib und Blut zu deinen Diensten weyht.
Der vor erzeigte Gunst sich deinen Sclaven nennt
Dem dein geschencktes Band die Ketten angelegt
Die er als einen Schmuck auf seinen Hertzen trägt
Das Band daß er sich selbst aus Blödigkeit mißgönnt;
Weil dessen Kostbarkeit auch Cronen überwieget
Und mehr als gläntzend Ertz aus
Denn wenn gantz
Und güldne Berge zinst so ist dein Band doch werth
Daß ich den gelben Koth der Erden Uberfluß
Den Ursprung mancher Angst wie leichtes Spreu verschmäh
Wenn ich nur die Person die mirs geschenckt anseh’
Von deren Hand ich Glas vor Perlen küssen muß
Die ich in allem Thun zu meinen Nord-
Und eher Könige als ihr Gebot verletze
Weil jener nur den Leib nicht mein Gemühte quält
Sie aber und ihr Haß so Leib als Geist entseelt.