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1675–1771

Er dancket Silvien vor ein Affections- Band.

Johann Georg Gressel

Ich stell mich Silvia, daß ich die Zahlung sey Weil meine Armuth dir sonst nichtes bieten kan Mein Unvermögen zündt nur schlechte Kräuter an Es schenckt

Statt rarer Specerey und reinen Weyrauchs-Flammen Dis Opffer wirst du nicht Weil es ein treuer Knecht auf deinem Altar streut Der sich mit Leib und Blut zu deinen Diensten weyht.

Der vor erzeigte Gunst sich deinen Sclaven nennt Dem dein geschencktes Band die Ketten angelegt Die er als einen Schmuck auf seinen Hertzen trägt Das Band daß er sich selbst aus Blödigkeit mißgönnt;

Weil dessen Kostbarkeit auch Cronen überwieget Und mehr als gläntzend Ertz aus Denn wenn gantz Und güldne Berge zinst so ist dein Band doch werth

Daß ich den gelben Koth der Erden Uberfluß Den Ursprung mancher Angst wie leichtes Spreu verschmäh Wenn ich nur die Person die mirs geschenckt anseh’ Von deren Hand ich Glas vor Perlen küssen muß

Die ich in allem Thun zu meinen Nord- Und eher Könige als ihr Gebot verletze Weil jener nur den Leib nicht mein Gemühte quält Sie aber und ihr Haß so Leib als Geist entseelt.

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