Mein Leben sieh dein Knecht will als ein Opffer sterben
Zum Altar wünscht er sich die schöne Brust
Wer sich den Platz zum Grab-Mahl kan erwerben
Der stirbt fürwahr mit Lust.
Die Flammen die ihn da umschliessen
Zu neuen Lüsten dienen müssen
Nun kröhne mich als wie man muß das Opffer kräntzen
Nimm Rosen so auf deinen Wangen blühn
Jesminen auf der Brüste Hügeln gläntzen
Der Hals gibt Liljen hin.
In diesem Schmuck will ich erblassen
Und mich gantz gern verbrennen lassen.
Und sterbe ich denn schon in diesem schönen Feuer
So weiß ich doch daß mir der schnelle Tod
Mehr sanfft seyn wird als hart und ungeheuer
Ich bleibe ausser Noht;
Drum lasse mich bald mein Vergnügen
Auf diesem schönen Altar liegen.
Den Richt-Platz will ich gern als meinen Thron besteigen
Zwey Scheiter-Hauffen ich da vor mich seh’
Die süsse Brunst und Liebes-Flammen zeigen;
Wenn ich darinn vergeh
So kan ich in den schönften Gründen
Ein neues Leben wieder finden.