Philena wolte jüngst Fernanden recht beglücken Denn dieses Mädgen kahm zu ihm aus freyen Stücken Und sprach: Wenn er mein Herr will meine Jungfer sehn Gantz nackend muß er gleich nach unsern Garten gehn.
Er kunte nicht den Schluß der Rede gantz abwarten Er eilte als ein Pfeil nach den benannten Garten Die Thür war angespehrt doch nicht ins Schloß gemacht Daß er sich ungesehn sogleich hinein gebracht.
Er ging dem Bade zu allein es war verschlossen So daß ihn Müh und Fleiß die er gebraucht verdrossen Er fluchte der Und hätte sich entfernt wenn er kein Loch erblickt
Wodurch er in dem Bad die nackte Schöne sehen Und im Gebüsch versteckt verborgen kunte stehen Allda ersahe er ein gantz entblößtes Kind Das an der Zierlichkeit
Wenn sie unangelegt das kühle Bad gesegnet Und dem Ein Kind das zärter war als man die Wenn sie den
Der schönen Augen Strahl beschämmt die hellen Sternen Ja was die Sonne muß sich vor den Glantz entfernen Die Morgenröth entfärbt sich vor der Wangen-Gluht Der beste
Die Brüste kröhnt Rubin auf Liljen blühn Corallen Ein feurig Die wohlgewölbte Schooß der Lüste Paradies Den Augen süsse Lust und Kitzelung verhieß.
Es lag ein Myrthen-Wald um den Rubinen Schlosse Den Eingang zu der Lust den rund gewölbten Schooß Wo Und diesen schönen Ort zur Glückes-Insul macht.
Da ist das Der stürmmt man noch so sehr den Posten nicht verliehret. Er hatte nun genug das nackte Bild besehn Und wolte unvermerckt zur Thür hinaussen gehn
Als eben Die in der Einsamkeit allein zu seyn gedachte; Sie schrieh Verräther geh zerbreche Hals und Bein Wer läst
Gewiß Hier wolte sie vor ihn des Bades-Thür verschliessen Allein er war geschwind und drengte sich hinein Weil sie nun nackend war must sies zu frieden seyn.
Sie schalt ihn hefftig aus ein schelmischer Verrähter Ein Räuber Lästerer ein böser Ubelthäter Das muste er seyn; doch gab sie sich zur Rruh Und ließ auf seine Bitt’ ihm noch ein mehrers zu.
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