Tyrannin meiner Brust laß ab mich so zu quählen
Hör’ auf mit deinem Grimm’ und schone meiner Seelen
Es bringt zwar meine Angst dir
Jedennoch muß ich stets von dir gefoltert seyn.
Erbarm dich meiner Noht laß ab mich zu versuchen
Wie lange soll dein Zorn auf meine Liebe fluchen?
Ich kan ohndem nicht mehr ertragen jene Last
Womit du mich mein Kind so sehr beladen hast.
Kein Bähr’ noch Tyger kan so grausahm sich gebährden
Als wie du dich verstelst ich muß gefoltert werden
Dein Hertze ist ein Stein der niemahls mürbe wird
Dein Ohr verstopffet sich wenn meine Kähle girrt.
Kan denn mein Jammer-Stand kein Bey-Leyd mir erwerben
Ist alles Flehn umsonst? wohlan! nun will ich sterben
Gib nur drey Thränen her so wird die Todes-Pein
Mir lieb und angenehm und nicht verdrießlich seyn.