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1675–1771

Die wohlfeilen Mädgen.

Johann Georg Gressel

Zürnet doch ihr Mädgens nicht Uber mein Beginnen Und was ich auf euch gedicht Zieht euch nicht zu Sinnen

Schlaget es nur in dem Wind Denn die Wahrheit selten findt Ein gewünscht und wohlgesinnt Gehöre. Leget euren Stoltz hinweg

Angenehme Dinger Eure Hoheit liegt im Dreck Und wird stets geringer Allenthalben seyd ihr feil

So daß um ein strohern Seil Man kan vier und zwantzig Mädgen kauffen. So fällt eure Hoheit hin Und wil gantz verschwinden

Weil kein Vortheil kein Gewinn An euch ist zu finden Denn ihr gar zu häuffig laufft Und man hundert Dirnens kaufft.

Auf den Trödel-Marckt um einen Dütgen. Welche kommen selber her Um sich zu verhandeln Doch die müssen ohnbeschwer

Gleich zurücke wandeln Denn wo man gnug haben kan Nimmt man das nicht gerne an Was kein Käuffer einzukauffen suchet.

Werfft ihr schon dagegen ein Und fangt an zu bellen Männer wolt ihr besser seyn Als wir

Ja stellet ihr euch gleich erbost Bleibt doch dieses unser Trost Daß wir vor uns einsam leben können.

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