Die süsse Hefftigkeit der allerschönsten Lust
Ließ
Die da sein Himmelreich und Seele seiner Brust
Der
Und in die Sclaverey des schönsten Gottes bringet.
Doch
Sie wolt mit ihm zugleich in solcher Lust verderben.
Denn
Und lehnte sich aus Zwang auf seinen Schäffer-Stab;
Doch da er leben wolt starb er zu tausendmahlen
Als unterdessen nun auf ihrer schönen Brust
Der Schäffer Himmels-Kost geschmeckt in voller Lust
Und sie sein Sterben sah und seine Liebes-Quaalen
Sprach sie mit sanffter Stimm’ und einem schwachen Blicke:
Mein liebster Schäffer stirb ihr Geister weicht zurücke
Die
So starb nun dieses Paar indem es sich erhitzte
Doch
So wie mein Leben stirbt so wil ich auch verderben
Stirb liebste
Wenn du mein Leben stirbst ich nicht mehr leben kan - - - -
So sind die Liebenden in Anmuth hingestorben
Doch sie durch einen Tod der voller Lust verdorben
Und dessen Lust verdient daß man um todt zu seyn
Von neuem tausend mahl schöpfft Geist und Odem ein
Weil ihre Sterbens-Pein zu neuen Lüsten nützte.