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1675–1771

Der Traum.

Johann Georg Gressel

Was sehe ich? einpfindliche Climene! Ist euer Hertz durch Ists müglich daß ihrs seyd gestrenge Schöne? Ists nicht ein Traum der mich in Jrrthum führt?

Wie! sehe ich allhier die stoltze Schöne? Die meinen Wunsch durch ihren Haß verletzt; Die streng’ und unbarmhertzige Jhr weint; macht daß eur Seuffzen mich ergötzt.

Ein stoltzer Schaam hat schon vor langen Zeiten Den stillen Wunsch in eurer Brust bekriegt Ach! daß anjetzt das Was nach Verdruß! so Hertz als Geist vergnügt.

Die Zärtlichkeit die unser Hertzen brennet Berauschet uns Mein Hertz ist schon - - - wer ist es der mich nennet? Grausahmes Hertz! warum erweckt ihr mich?

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Der Traum. · Johann Georg Gressel · Poetry Cove