Als nächst der Chloris Schooß die kühlen Fluhten küßte
Versah’ es
Daß er dis nackte Bild als seine Mutter grüßte
Dieweil sie ihn aus Schertz auf ihre Arme nahm.
Doch sah er den Betrug und weil er ohne Waffen
Die er am Strand gelegt nicht kunte Rache schaffen
So rieß er sich geschwind von ihren Armen loß
Und flog dem Lande zu; wo er den Bogen bloß
Nicht Sehn’ und Pfeile fand die
Der
Und heimlich mit dem Raub war in dem Busch entwichen
Daselbsten einen Stock zu seiner Sehn zu hohln.
Cupido durffte nicht zu seiner Mutter kommen
Weil ihm die Sehn’ und Pfeil so liederlich genommen
Indem er nun betrübt bey seinem Bogen saß
War er der
Er kunte unbewehrt die herbe Schmach nicht rächen
Damit das nackte Weib ihm stets beschwerlich war
Das Hertze wolte ihm vor Zorn im Leibe brechen
Doch war sein Zorn umsonst weil Sehn’ und Pfeil nicht dar.
Zu diesem Schmertz ward er noch hefftiger vexiret
Denn
Ein ander mahl sieh dich
So treibt ein schwaches Weib nicht ihren Spott mit dir.