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1675–1771

Der Bellandra Abfall schmertzet ihn nicht.

Johann Georg Gressel

Was traurest du mein Hertze! Frisch auf verzage nicht! Laß diese dunckle Kertze Und such ein ander Licht.

Du hast sie zwar geliebet Doch nur zum Zeit-vertreib Was ists das dich betrübet? Ein ungetreues Weib.

Was ist das Frauen-Zimmer? Was heist bey ihnen Treu? Es ist ein falscher Schimmer Betrug und Heucheley.

Wer ihren Worten trauet Der wandert bey der Nacht Bis er das Unglück schauet Darinn sie ihn gebracht.

Wie das Aprillen-Wetter Unsiett und stürmisch ist Und wie die Rosen-Blätter Bald die Verwesung küßt.

So steht auch ihre Liebe Auf lauter Unbestand Sie sind verlogne Diebe Betriegen Mund und Hand.

Sie gleichen den Die unser Fall erfreut Will man sich darnach sehnen So ist der Todt nicht weit.

Weil sie nun solche Leute So schätze dich vergnügt Daß du zu einer Beute Den Tod nicht weg gekriegt.

Du hast sie schon berochen Du weist ja was sie hat Die Rose ist gebrochen Und du bist ihrer satt.

Laß diese falsche Seele Auf! gib ihr gute Nacht Flieh ihre Laster-Höhle Wo dein Verderben wacht.

So danck ich denn der Liebe Und ihren Plagen ab Und schwinge meine Triebe Nach

Weñ Dolch und Degen blincken So freut sich meine Brust Wo Roß und Mann versincken Da find’ ich meine Lust.

Die Paucken und Trompeten Zieh ich den Küssen für Pistohlen und Sind meine beste Zier.

Wenn die Carthaunen knallen Wenn Feur und Pulver kracht Wenn veste Mauren fallen Und wenn man Mienen macht.

Denn find ich mein Vergnügen In dem erhitzten Streit Das Fechten und das Kriegen Ist lauter Frölichkeit.

Nun gute Nacht du Schöne Doch falsche auch dabey Ich liebe das Gethöne Von

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