Des Frauen-Zimmers artigs Stellen
Gleicht denen wilden Meeres-Wellen;
Wer ihren glatten Worten traut
Auf Glas die höchsten Thürme baut;
Er fischet in der Lufft er pflüget in der See
Und sucht ein Schwalben-Nest in dem erstarten Schnee.
Sie lieben hefftig mit dem Munde
Doch steht die Lieb’ auf schlechten Grunde
Wenn nur ein kleiner Wind entsieht
Gleich Lieb und Gunst zu Boden geht
Jm Wandeln siegen sie des Mondes Wandel an
Da selbst der Unbestand sie nicht besiegen kan.