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1693

Da sie ihren Busen veste vermachte.

Johann Georg Gressel

Mein Kind sey doch so blöde nicht Laß deinen Busen offen So sieht mau daß dir nichts gebricht Daß alles eingetroffen:

Sonst dencket man gewiß von dir Du hättest nicht der Brüste Zier. Ein Griff entweyht nicht deine Brust Und macht ihr keine Flecken

Was nützt ein Schatz der unbewust Den Sand und Steine decken? Die Perl so stets verborgen liegt Mit ihrem Glantze nicht vergnügt.

Was die Natur uns Menschen giebt Das darff man allen zeigen Am meisten diesem der uns liebt Dem wir die Sinnen beugen.

Was ist es das zum Sclaven macht? Wol anderst denn der Brüste Pracht? Was nun die Liebe heilig heist Das lasse auch verehren

Und wenn denn seine Pflicht erweist So must du den nicht stöhren Dem deine Brust das Altar ist Auf dem er deine Gottheit küßt.

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