Gewalt! Gewalt! Hülff' ist vonnöhten
Jhr Götter eilet doch herbey!
Caliste will mich gäntzlich tödten
Ach macht mich von den Plagen frey!
Mein Geist muß tausend Marter leiden.
Und darf doch nicht vom Leibe scheiden.
Der Schnee-Berg ihrer schönen Brüste
Der glatten Wangen Wunder Pracht
Der Anblick dieser
Die haben mich zum Knecht gemacht.
Ich seuffze in den schweren Banden
Ist kein Erretter nicht verhanden?
Ach Nein! ich sehe kein Erretten
Ich soll und muß zu Grunde gehn
Ich darf mich in den schweren Ketten
Nach keiner Linderung umsehn.
Jemehr ich meine Marter klage
Je grösser wird die Liebes-Plage.
Weich Sonne weich aus deinen Schrancken!
Komm’ und erweich ihr hartes Hertz
Ach lencke sie auf die Gedancken
So leget sich mein Liebes Schmertz.
Wo nicht? so kommt ihr schwartzen Geister
Und bringet mich zu euren Meister.