So nimm von meiner Hand dasselbe wieder an
Daß ich an deiner Statt in tieffster Pflicht verehret:
Zwar bin ich erst vergnügt wenn ich dich sehen kan
Doch auch da mir das Glück hat dein
Es ist in diesem Buch vortrefflich ausgedrückt;
Hergegen kan ich auch allhier mein eignes finden:
Ich als ein Sclave bin von deiner Hand bestrickt
Du aber hörst nicht auf mich mehr und mehr zu binden.
Ich schrieb ein schlechtes Lied in selbiges hinein
Zum Zeugniß daß in mir so Marck als Adern brennen
Doch kan es meiner Pein kein rechter Ausdruck seyn
Weil ich zu selben nicht die Feder finden können.
Mein Unglück kan kein Mensch als der allein verstehn
Der auch ein gleiches hat in seiner Seel empfunden
Denn selber weis nicht recht in meine Pein zu sehn
Dem von der Liebe nicht gleich mir das Hertz gebunden.
Sprich liebste Seele sprich daß du gebunden bist
So kanst du auch ein Bild von meiner Seelen fühlen;
Doch wo dir eben so als mir zu muhte ist
So muß die Flamme traun auf was gewisses ziehlen.
Mein Leben laß mich bald hiervon die Funcken schaun:
Es sind dieselben nur ein angenehmes Schreiben:
Der Himmel wird den Oehl in deine Flammen thaun
Und ich wil bis ins Grab dein treuer Diener bleiben.