Skip to content
1675–1771

Auf Rosinen Tag.

Johann Georg Gressel

Als das Ende meiner Pein Der mir durchgebrochnen Wangen In dem Allmanach zu seyn Ich jüngst suchte mit Verlangen.

Sah von selbten Tag nicht fern Ich Gleich dacht’ ich an diesen Stern Mag vielleicht dein Heyl wol hangen.

Glücklich die So Ein gevierter Strahlt den Zwillingen zur Seiten.

Gelt sagt hoffend ich bey mir Es wird dir nach Wunsch gelingen Die Die Gesundheit wiederbringen.

Was geschicht! die Pein sich bricht Alle Marter drauf vergehen Und ich kan an diesem Licht Meine Liebste wieder sehen.

O der So Bloß ihr Anblick Lindrung schafft Und der Nahme Schmertzen leget.

Hier muß eine Phantasey Von der Könge Cur verbleichen Der Thut weit besser Wunder-Zeichen.

Kan dann in Abwesenheit Mich Möchte ich wol allezeit Diese Aertztin bey mir haben!

Doch zu früh mit dem Begehr Kan die Frucht wol abgenommen Werden von den Meyern ehr Jhre Zeit und Erndte kommen?

Har! mit Gott und mit der Zeit Werden schon die milden Reben Jhrer Trauben Süßigkeit Denen Schnittern gütig geben.

Indeß wil das edle Licht Der Bis der Tod die Augen bricht Und in nichts mich wird verkehren.

Indeß müsse mehr und mehr Schönste euer Glücke grünen Alsdenn habe ich die Ehr Eure Schönheit zu bedienen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Auf Rosinen Tag. · Johann Georg Gressel · Poetry Cove