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1675–1771

Auf die spröden Mädgen zu J * *

Johann Georg Gressel

Auch bisweilen streuben sich Die Daß sie lauffen vor den Stich Gar aus unsern Städgen.

Doch wenns ihnen kommt im Sinn Halten sie sie jeden hin Lassen sich den auch recht derbe stossen. Ja sie wollen schöner seyn

Als die besten Und der abgeschmackte Schein Trägt Da sie doch mit ihrer Pracht

Leuchten wie ein Rotz bey Nacht Oder wie ein schwartzer Schornstein-Fegen. Doch sie sind sehr rahr und theur Mit den gelben Dingern

Und gedeyn zum Ungeheur Wenn man denckt zu fingern Decken gleich die Lappen zu Daß man nichts

Noch derselben Grösse was vermehre. Gehet man denn auch zu weit Tastet nach den Beinen Sehn sie als die theure Zeit

Fangen an zu weinen Denn sie gleichen da dem Ahl Sind um Schooß und Mäulgen kahl Und vergönnen keinen Griff in Ehren.

Drum so zieht die Pfeiffen ein Haltet künfftig stille Höret bald auf spröd zu seyn Thut was unser Wille

Laßt euch küssen und dabey Gebet Griff und Stösse frey So seyd ihr die allerbesten Mädgen.

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