Zarabelle deine Wangen
Zeigen deinen Jammer an
Und dein mattes Auge kan
Nicht vor Schmertz mit Strahlen prangen
Die durch ihren heissen Schein
Hertz und Sinnen nehmen ein.
Deine Rosen sind erblasset
Und die Lilje wil vergehn
Dein beliebtes Tausend-Schön
Bleiche Todes-Angst umfasset.
Der betrübten Augen-Licht
Nur durch Kummer-Wolcken bricht.
Schönste fasse dich doch wieder
Klähre dein Gesichte auf
Laß der Freude ihren Lauff
Daß die Anmuth deiner Glieder
Sich mit neuer Lust belebt
Und die vor’ge Pracht erhebt.
Lasse doch den Schmertzen fahren
Und vergiß der alten Treu
Denck daß es unmüglich sey
Mit Verstorbnen sich zu paaren.
Liebe den wer lieben kan
Was gehn dir die Todten an.