Du Sonne meines Lebens
Bestrahle mein Hertz;
Und laß mich nicht vergebens
Beseuffzen den Schmertz.
Verkehre mein Klagen
Mein Seuffzen und Zagen
In lieblichen Schertz.
Was nützet dir mein Quählen?
Was hilfft dir meine Pein?
Hör auf mich zu entseelen
Durch tödtenden Schein.
Ach laß mich die Sinnen
Mein Engel gewinnen
Die Felsen hart seyn.
Das Eysen muß erliegen
In Flammen und Gluth
Der Demant läst sich biegen
Durch stinckendes Blut
Ich aber mein Leben
Muß Blut und Feur geben
Doch wird es nicht gut.
Ach ändere doch Schöne
Den steinernen Sinn
Und spanne mir die Sehne
So ferne nicht hin.
Erfüll mein Verlangen
Und schenck mir die Wangen
Zum Liebes-Gewinn.