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1675–1771

An eine schöne Dame.

Johann Georg Gressel

Vollkommne Silvia! wo find' ich ihres gleichen? Jhr hoher Tugend-Ruhm erfüllt die gantze Welt Jhr Geist der wohnet schon im hohen Stern-Gezelt Minerva muß davor die güldnen Seegel streichen.

Die Was Die Schönheit hat den Schmuck ihr doppelt zugestelt Jhr schöner Geist belebt durch einen Blick die Leichen.

Hier fällt der Laster-Schluß durch die Gerechtigkeit Die Keuschheit ist ihr Schmuck und Mildigkeit ihr Kleid. Recht Göttlich das Gesicht in Liljen-Wolcken spielet Jm Haaren hat das Gold ein Berg-Werck angelegt

Diana keinen Glantz und keine Tugend hegt Weil sie gesehn daß sie den besten Preiß erziehlet.

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An eine schöne Dame. · Johann Georg Gressel · Poetry Cove