Holde Sonne meiner Seelen
Leget sich dein Streuben nicht?
Muß ich mich zu tode quählen
Scheint mir garkein Gnaden-Licht?
Werden mich die Straff-
Doch mit ihren Strahlen tödten?
Schönste legehin dein Hassen
Blicke mich mit Anmuth an
Laß mich deine Brust umfassen
Daß ich mich ergötzen kan.
Laß von ihren
Nectar auf die Lippen thauen.
Gib mir deinen Mund und Brüste
Holde
Mache daß der Platz der Lüste
Mir ein frohes Eden sey.
Hör doch auf den zu betrüben
Der dich ehrt mit seinen Lieben.
Meine Liebe ist beständig
Sie verschwehrt den Unbestand
Sie wird auch nicht Wetter-wendig
Jhr ist nichts als Treu bekannt
Dich beständig zu verehren
Wird ihr nur der Tod verwehren.