Will Dorimene nicht dein harter Sinn erweichen? Und gibst du keinen Blick zu einem Gnaden-Zeichen? Muß stets dein Augen-Licht ein Zorn Schau deine Grausamkeit benimmt ihm Glantz und Schein!
Wohnt in dem schönen Leib so eine schwartze Seele? Verwirfft dein Paradies in solche Kummer-Höle? Lacht dein verliebt Gesicht mir zum Verderben an! Ja! der beliebte Weg führt auf die Todes-Bahn.
Ist die Erbarmniß denn so gar aus dir verbannet Daß deine Freundlichkeit der Stoltz stets übermannet? Mitleiden zieht bey dir das trotze Seegel ein Du wilt ergrimmeter als Löw und Tyger seyn
Mich soll dein lachend Aug mit Lust zu Grabe leuchten Du wilt den glimmen Tocht vor Oel mit Wasser feuchten Du reichst vor Msndeln-Milch mir Pilsen-Säffte dar Und deine Freundlichkeit bereitet mir die Bahr.
Du machst dich groß damit die Menschen zu ertödten Und rühmst die Tyranney ohn eintziges Erröhten Der Stahl und Kieselstein hegt mehr Empfindlichkeit Als du der die Natur sonst alles eingeweiht.
Mit Schönheit ist dein Leib gar prächtig ausgezieret Nur schade! daß der Leib ein solches Hertze führet Dem Demant und Das bloß zur Quaal und Pein mit Anmuth an sich zeucht.
Der Das Hertze aber will sich nicht mit ihm verbrüdern Der Der Diamant zerspringt wenn Bockes-Blut ihn täufft.
Du aber bleibest hart bey meinem Tod und Sterben Du siehst mit Freuden an mein klägliches Verderben Mein Leben fällt dahin wie eine Wenn ich den harten Sinn nicht bald erreichen kan.
So höre doch nun auf mein kranckes Hertz zu plagen Was nützt es deiner Brust? was hilfft dir mein Verzagen? Wenn du mitleidig bist so bist du doppelt schön Sonst bist du als ein Bild von Ertze anzusehn.
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