Lupina brich den Brief den eine fremde Hand Als einen Glückes-Wunsch zu deiner Wohnung schicket Weil dich der Und du als Jungfer mehrst mit Leuten unser Land.
Es ist die gantze Stadt mit Lästern zwar erfüllt Den guten Leumuth will ein schwartzer Kyehn-Ruß färben; Und daß du ungefreyt die Jungfer lassen sterben Verursacht daß man dich vor eine H - - schillt.
Doch dieses schimpffet nicht weil man die Jungfer nennt Die schon zum fünfften mahl die Welt als Jungfer mehren. Wie solt Er wird ein schadhafft Glas auch vor ein Glas erkennt.
Weil nun ein schadhafft Glas so wie ein gutes heist So muß ich gleich als du das allbern Thun verlachen Daß dich der Neidhard will zu einer H - - machen Da man die H - - liebt und in die Jungfer schmeist.
Da man in Was redt der Herre da? was soll der Schimpff bedeuten Man zieh die Pfeiffen ein von so verhaßten Leuten Mein Mädgen will nicht mahl als Jungfer seyn geehrt.
Was wunder ist es dann daß auch Nicht mehr gescholten seyn daß sie den Nahmen hasset Worauf ein Knittel-Dirn nicht in Gedancken passet Und daß sie ferner nicht wil seyn des Neides Ziel.
Denn wozu nutzet es daß man die Jungferschafft Die so beschwerlich ist muß bis ins Eh-Bett tragen? Daß man mit Keusch-seyn sich muß alle Tage plagen? Das zehn mahl bittrer ist als scharffer Wermuths-Safft.
Viel besser ists daß man auch sonder Ehe schmeckt Was das beschworne Band der vesten Treue schencket Daß man den freyen Leib zur Und unbejocht den Hals zu ihrem Wagen streckt.
Die Nessel brennet schon eh sie zum Busch gedeyt Und was ein Hacke wird das krümmet sich bey Zeiten So machts Und lernt als Jungfer an des Ehstands Süssigkeit.
Die Bohne düngt das Land so sie hervor gebr Die schön gezierte Blum die man Macht daß die Fettigkeit ihr Lust Bett nie verkennet So hat
Doch alles weggelegt und nur auf dis gesehn So läst sich deine That mit Lobe noch beblümen Sie ist nicht Scheltens werth sie ist vielmehr zu rühmen Denn weil dir dein Gesicht durch Unfall will entgehn
So hast du wol gedacht daß da vier Augen mehr Als zweene können sehen und dich dazu bequehmet Daß man mit zwenen dich zu deinen noch besämet Damit dein Mangel sich im Uberfluß verkehr.
Drum lache nur mit mir die tummen Leute aus Die wegen deinen Nutz und höchstbedürfftgen Sachen Dich wollen mit Gewalt zu einer H - - machen Und reithe stattlich zu auf einen Pahten-Schmaus.
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