Jhr Sterne an den Himmels-Bühnen
Jhr Lichter dieser Unter-Welt
Helfft mir
Erhällt das dunckle Wolcken-Feld
Laßt eure Strahlen heller schimmern
Vertreibt die schwartze Schatten-Nacht.
Seckt aus den blauen Himmels-Zimmern
Die Fahnen eurer Schönheit-Pracht.
Diana laß die trüben Wangen
Erfüllt mit klahrem Silber seyn
Laß da die hellen Strahlen prangen
Was jetzt die schwartze Nacht nimmt ein
Erhell’ ihr Zimmer und das Bette
Daß ich mein Engels-Kind kan sehn
Und schauen wie an ihr so nette
Die Anmuhts-vollen Glieder stehn.
Die Wangen süssen
Die Lippen sind ein Zucker-Brodt
Der Busen läst in Liljen schiffen
Die Schooß gebiehrt den süssen Tod
Da geht man von Egyptens Küsten
Durchs rohte Meer in
Und in der Oed und dunckeln Wüsten
Man süsses Manna kosten kan.
Cupido ist da Küchenmeister
Die Anmuht trägt die Speise zu
Die Lust berauscht die heissen Geister
Und schafft dem Leibe süsse Ruh.
Granaten Kirschen und
Die setzet sie dem Munde für
Die Aepffel zur Erfrischung dienen
Die Rosen bricht man mit Begier.
Ach eilet doch ihr hellen Sternen!
Eilt fördert meine Liebes Lust!
Geh auf du klahre Mond-Laterne
Doch weich!
Mit solchem Silber ist versorget
Das seinen Glantz mir sietig weiht
Da du von
Der seinen Uberfluß dir leiht.