Pantales mein Licht und Leben
Hör doch meinem Seuffzen zu!
Wilt du mir denn noch nicht geben
Die so lang begehrte Ruh?
Soll ich stets in Aengsten schweben
Pantales mein Licht und Leben
Sey mitleidig strenge Schöne.
Quähle mich nicht allzusehr
Schau wie ich mich nach dir sehne
Sieh doch an mein Thränen-Meer.
Höre doch mein Sterb-Gethöne
Sey mitleidig strenge Schöne.
Stein und Eisen läßt sich zwingen
Aber durch dein hartes Hertz
Kan mein Jammer-Stand nicht dringen
Meine Noht ist dir ein Schertz.
Tauben Ohren muß ich singen
Stein und Eisen läßt sich zwingen.
Alles kan mein Hertz ertragen
Hitze Frost und Höllen Pein
Aber nicht die harten Plagen
Womit eure Augen dräun.
Gantz vergebens muß ich klagen
Alles kan mein Hertz ertragen.
Doch ich bin damit vergnüget
Wenn dein Hertz durch meinen Tod
Pantales nur wird besieget;
Weine doch ob meiner Noht
Wenn der Himmel dieses füget
Bin ich schon damit vergnüget.