Celinde fahr nur hin ich mag dich nicht mehr lieben
Mich soll dein Wanckelmuth hinführo nicht betrüben
Du ziehst mich nicht mehr auf ich kenne dich nun wol.
Und weiß wie ich den Reitz der Augen fliehen soll.
Ich speißte mich vor dem mit lieblichen Gedancken
Und glaubte deine Treu die würde niemahls wancken.
Nun aber kenn’ ich dich du läst auch andre ein
Du führst mich hinters Licht und gibst mir falschen Schein.
Ich sage nun
Ich frage nichts darnach allein ich will dir fehlen
Der Mädgens sind genug sie wachsen alle Jahr
Und biehten sich wol selbst an einem Freyer dar.
Wir leben nun getrennt und sind also geschieden
Ich lasse dich und du mich auch hinfort zu frieden.
Das Mädgen so mich will bey sich im Bette sehn
Das muß mit jedermann nicht in Bekanntschafft stehn.