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1675–1771

An die artige Balis, da er starb.

Johann Georg Gressel

Augen die schon sterbend brechen Blicken euch jetzt kläglich an Lippen die nicht mehr zum Sprechen Recht verständlich aufgethan

Müssen euch mein werthes Leben Schöne Thränen statt der Worte fliessen Die voll Liebes Seuffzer sind

Und die falben Lippen küssen Euch zum letzten mahl mein Kind Daß ich auf der Todten-Reise Mich mit eurer Anmuth speise.

Nehmet euren Geist zurücke Balis, weg aus meiner Brust Ein ergrimmetes Geschicke Stöhret die gehabte Lust

Mein Hertz muß aus eurem scheiden Und die zarte Wohnung meiden. Lebet wohl geliebte Seele Meine Seel’ ist ausser mir

Und des Grabes schwartze Höhle Oeffnet schon die dunckle Thür Ich muß euch mein Kind verlassen Und bey Geistern Wohnung fassen.

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