Mein Schatz mein Engel-Kind mein eintziges Vergnügen
Erblicke deinen Knecht zu deinen Füssen liegen
Der da von deiner Hand ein kleines Band begehrt
Das alle Furcht vertreibt und seine Hoffnung nehrt.
Die Hoffnung die mich sonst aus leeren Schaalen speißte
Ob gleich ein holder Blick nach deinen Knecht verreißte
Weil du den Gnaden-Bund mit mir nicht auffgericht
Noch durch ein Zeichen mich zu deinem Dienst verpflicht.
Wie dort der Regen-Bog dem Noah Zeugniß gabe
Daß seine Gnaden-Zeit den größten Wachsthum habe
So mag ein Band bey mir das Gnaden-Zeichen seyn
Daß nach vergagner Nacht der heitre Sonnen-Schein
Mit dem Erquickungs-Strahl nach deinen Knechte zielet
Wodurch er neue Krafft in seiner Seelen fühlet.
Kein süsser Morgen-Thau so sehr das Feld erquickt
Als mich ein Gnaden-Band von deiner Hand beglückt.
Kein Balsam kan so bald das matte Hertz beleben
Als mir dein Bändgen wird ein neues Leben geben.
Ach neige doch dein Ohr zu deines Knechtes Flehn
Laß ihn nicht unbeschenckt von deinen Füssen gehn.
Verknüpffe durch ein Band dein Wollen und mein Hertze
So stillt sich meine Furcht so leget sich mein Schmertze
So liebe ich vergnügt so sage ich mit recht
Ich heisse Lebens lang