Ach schlafft ihr angenehme Augen
Jhr Lichter dieser kleinen Welt
Komm
Und zeig ihr wie mein Hertz sie liebt.
Will dann der Schlaff die Augen räumen
So dann es holde Blicke giebt
Noch grösser Gluht daraus zu saugen
Die mich in steten Flammen hält.
Ach schlafft ihr angenehmen Augen
Jhr Lichter dieser kleinen Welt.
Denn wenn ihr schon in Ruhe liegt
So schläfft doch eure Schönheit nicht
Die Rosen auf den Wangen
In holder Zierde prangen:
Die Liljen-Brust
Den Geist vergnügt
Wenn sie mit Lust
Aus ihren Schrancken bricht.
Eure Ruhe holde Schöne
Muß mir eine Unruh seyn.
Denn die vielen Lieblichkeiten
Die mich schlaffend auch bestreiten
Nehmen meine Sinnen ein.
Eure Ruhe holde Schöne
Muß mir eine Unruh seyn.