So hat mein Trauren doch zu Lachen werden müssen Da dich das holde Glück mir in die Arme giebt Nach schwartzer Kummer-Nacht kan ich den Morgen grüssen Weil mich dein Abseyn nun mit Angst nicht mehr betrübt.
Egyptens Kärcker wird ins Königs Sahl verkehret Nachdem mich meine Sonn mit ihrem Strahl anlacht Den sie der bittern See sonst eine Zeit gewehret Und mir die Nacht dadurch der
Nun aber läst mein Geist die langgewehrten Fasten Und hebet höchst-vergnügt die Oster-Woche an Mein Froh-seyn lässet mich nicht länger traurig rasten Da ich mein Leben jetzt vergnügt umfassen kan.
Der Sommer meiner Lust mit schönen Blumen spielet Die in dem Angesicht und auf der Brüste-Feld Die günstige Natur mit grossem Fleiß erziehlet Und zum Genusse mir in ihrer Pracht erhält.
Die Stirn- Die Wangen-Rose frist kein schädlich Raupe ab Der Schnee erschwärtzet schier vor deiner Brüste-Liljen Vor deinen Adern geht die blau Viol ins Grab.
Die Blühte des Der Balsam Indiens kan nicht so stärckend seyn Als wie dein Athem-Dufft erquicket was erblichen Und wie dein Lippen-Oehl flößt Lebens-Geister ein.
Ich selber kan hiervon ein lebhafft Beyspiel geben Denn da ich halb entseelt von vielen Sorgen war Bracht deine Gegenwart und Kuß mir neues Leben. So daß mich deine Gunst stellt wieder lebend dar.
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