Schaut wie die Rosen doch die milchern Brust bekröhnen Und wie die Anmuth da mit theuren Perlen spielt Wie unvergleichlich sind die Glieder dieser Schönen Die Schönheit hat daran ein Meister-Stück erziehlt.
Die Sie hat da ihren Thron der Liebe auffgestelt Der Schwaanen reine Pracht reicht nicht an diese Brüste Der feinste
Es mag Hier zeigt sich eine Frucht die viel mahl schöner ist Der bunte Sommer lacht auf den beliebten Wangen Die
Es zeigt sich Milch und Blut auf deinen Mit diesen sind sie auch zur Gnüge angefüllt Und stecket eine Krafft in denen Meer-Corallen? So ist dieselbige hier gleichfals eingehüllt.
Gantz Morgenland zinst nicht die Perlen die den gleichen Die dieser zarte Leib so häuffig sehen läst Der weisse Atlaß muß vor diesen Gliedern weichen Auroren sind umsonst die Thränen ausgepreßt.
Die rund-gewölbte Schooß ist artig ausgezieret Die Anmuth hat dahin den besten Schatz gelegt; Wenn Der wird aufs lieblichste mit aller Lust gepflegt.
Da suchet man den Grund der Wollust zu ergründen Der Ergötzen kan man da bey Lust und Anmuth finden Ein süsses Etwas mehrt die stille Lieblichkeit.
Lysette zürne nicht ich sehe diese Schätze In der Vollkommenheit die mich erröhten macht Mein Geist ist schon bestrickt in dem so schönen Netze Der Freyheit gebe ich die letzte gute Nacht.
Actaeon starb als er Dianen nur erblickte Ich sterbe ebenfals der edlen Freyheit ab Sie legte sich als mich dein Augen-Glantz berückte Nun findet sie vor sich in deiner Brust das Grab.
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