Skip to content
1647

Uber Gottes Ersetz- und Ergötzen

Catharina Regina von Greiffenberg

Mein Gott! wer wolt sich dir nit ganz und gar ergeben weil deine Gütigkeit sich ganz und gar uns giebt und nicht nur wann sie labt wann sie betrübt auch liebt; ja im erniedern selbst sie pfleget zuerheben

ein wenig kränkt auf daß sie wider neu beleben und frisch besafften kan die sennen ruckwerts schiebt damit sie schneller schnellt das Glas ein wenig trübt auf daß die Herzen Perl Gebet und Glaub obschweben.

Du süßer Wunderbar und wunderbare süße die aus der Galle kommt Verkehrung der Natur wo Zucker wird zu Gall und sie verbittert nur! Hie aus dem bittern Creutz durchsüste Gnaden-Flüße!

O Himmlisch Gnaden Meer machs wie du wilt mit mir: Nur gibe daß ich werd' umfloßen stets von dir!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.