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Uber das Lieb-und Wunderreiche Abendmal unsers Herren

Catharina Regina von Greiffenberg

Der alle Speiß' erschuff läst sich hier selber essen. Der selber hat erbaut die Zunge und den Mund erniedert sich so tieff und kommt in ihren Schlund. Der dem die Erd' ein Staub' ist auf der Zung gesessen.

Der kan mit einer Spann das grosse Rund ümmessen geht sichtbar ungesehn in unser kleines Rund. Diß Leib-und Geists-beyseyn ist unser fäster Grund: der doppelt' Gott mit-uns werd' unser nicht vergessen.

Die Vnermäßlichkeit so unser Fleisch annahm mit ihm in Brod und Wein warhafftig zu uns kam. O Wunder-reicher Schatz Geheimnus ohne Ziel! ergründen kan ich nichts doch glauben kan ich viel

mein Mund empfängt dich g'wiß der Glaube jauchzt und springt: das Wie stell' ich dir heim. Zu Heil es doch gelingt.

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