Skip to content
1647

Glaubens Unabläßlichkeit

Catharina Regina von Greiffenberg

Solt sichs noch tausendmal unmöglicher anlassen ja ich und alls vergehn: noch gleichwol glaub' ich fort. Ich bind den Hoffnungs Stamm' ans unvergänglich Wort daß wird mein Glaub' im Tod ja gar im Grab umfassen.

Es hat die güte sich verstricket solcher massen daß auch die Allmacht selbst findt kein entrinnungs Ort. Ja sie ist selbst viel mehr der Gnad'-und Warheit Port und ihrer Hoffnung frucht die wir im Geist offt aßen.

Sie ist vollzieherin des Gnäden-Wunder Schluß: und wie die Güt der Grund so wenig dieser weichet so nöthig sie dem Pfad der Warheit folgen muß. Ob die Regirung schon ob allen urtheiln streichet

dermassen wundert daß sie alle Ziel zerreist; so siegt aufs herrlichst doch die Warheit in den Geist.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.