Himmel! schneye Rosen Liljen und Narcissen vor den Schnee
streue Bisem in die Lufft mach das Eise zu Krystallen
deinen süssen wollaut-Klang durch die Lüffte laß erschallen:
daß man deine Sternen-Musik über die Natur versteh.
Sonne! wider die Gewonheit heut um Mitternacht aufgeh:
thue der Seel'- und Engel-Sonn dieses Wunder zugefallen.
Du kanst heut O Bethlehem über Rom und Salem prallen.
O ihr viel beglückten Hirten die ihr wohnet in der näh!
Es verzeihe mirs August wann ich mir des Esels Glücke
über seines ließ belieben um sein ganzes Keysertum
tauschte diesen Esels-Stand: daß ich einen Gnadenblicke
von dem kleinen Herzens-Herzog Himmlisch froh bekäm darum.
Solt' ich nicht aus grosser Lieb' alle Welt üm diesen geben
der den Himmel selber ließ daß er nur bey mir könt leben?