Den edlen Dichtergeist schickt Gottes Geist herab.
der Kunst Klang und Gesang ist hoch- und wolgebohren:
den Himmel hat er ihm zum Vatterland erkohren.
allda er Gottes Lob dem Engel Chor eingab.
des Himmels Gegenhall und Echo sey die Erde:
sie lobe Gott mit dem womit Er labet sie.
Der Thon zu Gottes Thron sich schwinge spat und früh:
die Leyr kommt Himmel-ab und wieder himmlisch werde.
Diß zeigt uns dieses Buch. Der Andacht Himmelbild
spielt Gott zu Ehren auf schickt Ihm die Flammen wieder
die sie von Ihm empfieng und dichtet Engel-Lieder.
Die Davids-harffe hier Deboren Finger fühlt.
Hier singt Uranie die vom Berg Sion steiget.
Weg mit dem Helikon! ihr andern Musen schweiget!
doch lasset wie ihr thut in einen Felsenstein
zu ewiglichem Ruhm diß Werk geschrieben seyn.