Mein Heiland! wird dann gar dein Heiligs Herz verwund?
Ach ja? es wird der Welt und mir zum Lebens-Brunnen:
so lieb-erfüllt und mild ist Blut heraus gerunnen.
Ach wär zufangen auf doch meinem Mund vergunnt!
im Tod auch seine Lieb' herfloß und nit verschwund;
das letzte Kalt hat ihr die Hitz nit abgewunnen:
sie ist der Sterblichkeit in seinem Tod entrunnen.
Ach daß ich in seim Herz mich ganz verbergen kund!
mein Herz! leg dich hinein und leb' in deinem Leben!
ist es schon Tod itzund: es stirbet nur zu geben
die recht' Vnsterblichkeit. Ach füll die Wunden an
mit Lieb Lob Preiß und Dank und stätem Ehrerzeigen:
mit tausend-Treu und Dienst so viel ein Mensch nur kan.
Wollst glaubend hin den Mund sie stäts zu küssen neigen.