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1647

Das erste:die Sonn-Finsterniß

Catharina Regina von Greiffenberg

Weil die Seel-und Engel-Sonne aller Himmel Klarheit Liecht der selb-selbste Gottheit-Glanz sich mit einer Wolk bedecket: ist es billich daß sich auch mein betrübter Schein verstecket. Wer wolt wann Gott selber leidet sich doch hoch betrüben nicht?

der ist unwehrt meiner Strahlen der Ihn unbetrübt ansicht. Eine neue Gnaden-Sonn diese Dunkelangst erwecket; vor derselben Hitz und Blitz meine Brunst und Gunst nicht klecket. keine nebelluft noch Wolke ihr beglänzen unterbricht.

Ach ich kan ja einmal nicht meine Vrquell sterben sehen daß der Edle Mund verseuffzet der da sprach mein werden aus. ich wähl vor des Liechtes-Liechts eh mein eignes untergehen. Ach ihr blinde Menschen sehet eurer Sünden Greuel-Grauß

daß ihr' Höllen-Laster-Schwärz' auch den Gottdurchklärten dunkelt. Aus der äussern eußrers Noht eur' Erlösungs-Sonne funkelt.

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