Mich dürstet: daß ich euch an Freud kan truncken machen
daß ihr vor gutem Muht jauchzt in der Ewigkeit.
Mein Blut so dürstig ist daß es euch Ruh bereit
daß seiner tropffen Schweiß wie Purpur-Thau herbrachen.
Es dürstet nach dem Durst der fast verschmachten Schwachen.
und daß es ihnen selbst könnt werden mit der Zeit
ein Trank: ihr werdt dadurch des Seelen-Dursts befreyt.
Der Durst ist nicht nach Wein nach Herz-Erquickungs Sachen.
Ich könt den Felsen auch wol schlagen wann ich wolt
ich selbst der Lebens-Brunn könt frische Quellen schaffen
ja daß mir in den Mund ein Bächlein rinnen solt.
daß ihr wurd Ewig satt mich alle Mängel traffen.
Schau alles diß O Mensch ich willig leid vor dich.
Mit Buse-Thränen solst du wider träncken mich.