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1647

Auf Höchst-erwehnten Wunder-Tag

Catharina Regina von Greiffenberg

O Nie-gesehne Sach! ein Jungfrau-Mutter wieget denselben der doch selbst die Haubtbewegung ist. Er hat zur lieg statt ihm ein spannbreit Ort erkiest. Der so die Erd' umspannt jetzt in der Krippen lieget.

Er lässt den Himmels-Saal und sich in Stall herfüget. Ach mein Herz! daß du nicht stat seiner Windeln bist und Lieb-verbindlichst stark umfängest deinen Christ! Ach daß ich ihn ein mal in meine Arme krieget'!

Ach Ochs und Esel weicht und lasst mir euren Platz! daß ich bedienen kan den kleinen Tausend Schatz. Was unrecht! dieser der die Federn selbst erschaffen muß auf dem harten Stroh ohn alle Federn schlaffen.

mein Herz ist feder-voll fliegt dir mein Heiland zu: Ach würdig' es so hoch und in demselben ruh!

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