O Süsser Himmelschluß auf Regen Sonnenscheinen
auf Stürmen stille Zeit auf Schnee und wehens Plag
erblicken nach begier den blau-und Goldnen Tag!
wer kan daß Witterung die Sonn verschönt verneinen?
wann wie die Wolken wir auch unser Angst ausweinen
und schütten wie der Schnee mit zittern unsre Klag
die ganz-verwirrt her fankt und sich nicht halten mag:
da läutert Gott das Glück das wir verlohren meynen.
Auf Gottes Gnaden-Herz fällt unser klagen-Schnee:
hat einen warmen Grund der untersich auf schmelzet;
dann macht die vorsichts-Sonn daß er von oben geh;
die Welt-Erschaffung Hand das Eyse leiß weg welzet
nit sey bey bößer Zeit und üblem Glück verzagt!
das gibt die gröste Lust was uns am meinsten plagt.